KI-Sichtbarkeit

Google KI-Übersicht und KI-Modus: Was Google sagt und was Unternehmen tun können

Von Christoph Harrison · Stand 30.09.2026 · 10 Minuten Lesezeit

Bei manchen Suchen zeigt Google in den Ergebnissen eine KI-Übersicht, eine KI-Antwort mit Links. Für Unternehmen stellt sich die Frage, ob sie dafür etwas ändern müssen. Google beantwortet das in der eigenen Dokumentation. Eine Seite vom 10.07.2026 nennt dabei eine Voraussetzung, die eine ältere Seite nicht erwähnt: eine Einstellung in der Search Console.

Die KI-Übersicht ist eine von mehreren Stellen, an denen Ihr Betrieb in einer KI-Antwort gefunden werden kann, neben ChatGPT, der KI-Suchmaschine Perplexity und Gemini. Wie Lumen Media die Sichtbarkeit in den Antworten der KI misst und aufbaut, zeigt die Leistungsseite. Google beschreibt beide Funktionen in der Dokumentation für Website-Betreiber und in der Hilfe zur Suche. Dieser Beitrag fasst zusammen, was Google zu KI-Übersicht und KI-Modus selbst schreibt, welche Voraussetzung nur die neuere Seite nennt und was ein regionaler Betrieb praktisch tun kann.

KI-Übersicht und KI-Modus sind 2 Funktionen der Google-Suche

Die KI-Übersicht ist eine KI-generierte Zusammenfassung in den Suchergebnissen, mit wichtigen Informationen und Links zur vertieften Suche. Sie erscheint laut Google-Hilfe, „wenn unsere Systeme feststellen, dass generative KI besonders hilfreich sein kann“. Auf Deutsch heißt sie „Übersicht mit KI“, auf Englisch AI Overviews.

Der KI-Modus ist ein eigener Modus der Suche. Google nennt ihn „die leistungsstärkste KI-Suchfunktion von Google“. Die Frage wird in Unterthemen aufgeteilt und gleichzeitig recherchiert, eine Technik, die laut Google auch die KI-Übersicht nutzen kann. Im KI-Modus können Sie mit Nachfragen weiterarbeiten. Auf Mobilgeräten lässt sich aus einer KI-Übersicht direkt in den KI-Modus wechseln.

Beide zeigen Links zu Websites, und für Ihre Seite gilt bei beiden dieselbe Grundlage. Sie können laut Google unterschiedliche Modelle und Techniken nutzen, deshalb fallen ihre Antworten und Links verschieden aus.

Vergleich: Die KI-Übersicht ist eine KI-Zusammenfassung mit Links in den Suchergebnissen und hilft, den Kern einer komplexen Frage schnell zu erfassen. Der KI-Modus ist ein eigener Suchmodus mit Nachfragen zum Erkunden, Vergleichen und Schlussfolgern. Für Ihre Website gilt bei beiden dieselbe Voraussetzung: indexiert, mit Snippet anzeigbar und in der Search Console für KI-Funktionen berücksichtigt.VERGLEICHKI-Übersicht und KI-ModusKI-ÜbersichtKI-ModusFormKI-Zusammenfassungmit LinksFormEigener Suchmodusmit NachfragenWofürDen Kern einerkomplexen Frageschnell erfassenWofürErkunden,Vergleichen,SchlussfolgernFür Ihre Website gleich:indexiert, Snippet,KI-Funktionen berücksichtigtQuelle: Google Search Central undGoogle Suche-Hilfe, Stand 09.2026
KI-Übersicht und KI-Modus unterscheiden sich in Zweck und Ausspielung, für Ihre Website gilt bei beiden dieselbe Voraussetzung.

In Österreich und auf Deutsch verfügbar, aber nicht bei jeder Suche

Die Google-Hilfe führt Österreich und Deutsch für beide Funktionen in der Liste der unterstützten Länder und Sprachen, abgerufen am 30.09.2026.

Eine KI-Übersicht sehen Sie trotzdem nicht bei jeder Suche. Google schreibt, sie werde nur angezeigt, wenn sie die klassische Suche ergänzt, und löse deshalb oft nicht aus. Unsere Stichproben deuten auf einen Unterschied hin. Bei 48 Suchbegriffen rund um KI-Suche, SEO und Firmenverzeichnisse (Google Österreich, Desktop, 30.09.2026, keine repräsentative Auswahl) enthielten 47 Ergebnisseiten eine KI-Übersicht. Bei 10 Suchen nach Tischlerarbeiten mit Standort Eisenstadt, darunter „Tischler Eisenstadt“ und „Tischlerei Burgenland“, zeigte 1 Ergebnisseite eine KI-Übersicht, die Suche „tischler neusiedl am see“ ohne Karte. 7 der 10 zeigten die Karte mit Betrieben aus der Umgebung, ohne KI-Übersicht.

Das sind einmalige Momentaufnahmen vom 28. und 30.09.2026, die lokalen mit den Suchbegriffen einer einzigen Tischlerei. Naheliegend ist, dass Suchen nach einem Fachthema häufiger eine Übersicht auslösen als die Suche nach einem Betrieb in der Nähe, bei der Google die Karte mit Unternehmensprofilen zeigt. Belegt ist das nicht.

Die Voraussetzungen: indexiert, mit Snippet und in der Search Console berücksichtigt

2 Seiten aus Googles Dokumentation nennen unterschiedliche Voraussetzungen. Die Google-Dokumentation zu KI-Funktionen (Stand 10.12.2025) schreibt: „There are no additional technical requirements.“ Eine Seite muss demnach nur indexiert und mit Snippet anzeigbar sein. Die neuere Anleitung zur Optimierung für generative KI (Stand 10.07.2026) ergänzt: „a site must be included in Search generative AI features in Search Console to be eligible for display in generative AI features on Google Search“. Die ältere Seite wurde zuletzt im Dezember 2025 aktualisiert, die Einstellung hat Google bis 31.08.2026 für alle Websites ausgerollt.

Für die Praxis hilft die Support-Seite „Freigabe von Inhalten für generative KI in der Google Suche managen“. Sie beschreibt eine Einstellung in der Search Console unter Einstellungen, „Generative KI in der Google Suche“ (englisch „Search generative AI“), die seit dem 31.08.2026 für alle Websites weltweit verfügbar ist. Standard ist für alle Properties die Option „Links und Inhalte meiner Website in generativen KI-Funktionen der Google Suche berücksichtigen“. Die Einstellung betrifft KI-Übersicht, KI-Modus und KI-Funktionen in Google Discover. Wer die Website ausschließt, erhält aus diesen Funktionen weder Traffic noch Impressionen. Als Rankingsignal für andere Teile der Suche dient sie laut Google nicht. Hat Ihre Property eine übergeordnete Property, übernimmt sie deren Einstellung standardmäßig.

Für die meisten Websites heißt das: Umstellen müssen Sie nichts, ein Blick in die Einstellungen genügt. Auch bei erfüllten Voraussetzungen sind Indexierung und Auslieferung laut Google nicht zugesichert.

Checkliste mit 4 Punkten für die Anzeige in der KI-Übersicht: robots.txt erlaubt den Googlebot auch bei CDN und Hosting, wichtige Seiten sind indexiert, kein noindex und kein nosnippet, und in der Search Console steht die Einstellung „Generative KI in der Google Suche“ auf berücksichtigen oder übernimmt sie von der übergeordneten Property.CHECKLISTE4 Punkte prüfenrobots.txt erlaubt den Googlebotauch bei CDN und HostingWichtige Seiten sind indexiertSearch Console, URL-PrüfungKein noindex, kein nosnippetSeite darf mit Snippet erscheinenKI-Funktionen berücksichtigtSearch Console, Einstellungen,Generative KI in der Google SucheQuelle: Google Search Central undSearch Console-Hilfe, Stand 09.2026
4 Punkte, die Sie für die Anzeige in der KI-Übersicht prüfen können.

Die Search Console zeigt Impressionen in KI-Funktionen

Google hat für die Auswertung einen eigenen Bericht, den „Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen“ (englisch „Generative AI performance report“). Er zeigt laut Google-Hilfe, wie sich die Impressionen aus KI-Übersicht und KI-Modus über die Zeit entwickeln, welche Seiten die meisten oder wenigsten haben und aus welchem Land oder von welchem Gerät sie stammen. Eine Impression bedeutet: Ein Link zu Ihrer Website wurde in einer KI-Funktion angezeigt. Klicks weist der Bericht nicht aus. Sie stecken, zusammen mit der übrigen Suche, im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“.

Den Bericht sehen Sie womöglich nicht sofort. Google nennt als Gründe, dass nicht alle Properties Zugriff haben und dass Ihre Website zu wenige Impressionen in KI-Funktionen hatte, etwa weil Sie sie ausgeschlossen haben. Die Seite vermerkt zugleich, dass der Bericht seit dem 31.08.2026 für alle Websites weltweit ausgerollt ist. Diese Angaben passen nicht ganz zusammen. Fehlt der Bericht, prüfen Sie zuerst die Einstellung aus dem vorigen Abschnitt.

Der Bericht deckt nur Google ab. Ob Ihr Betrieb in ChatGPT, Perplexity oder Gemini gefunden wird, zeigt er nicht. Dafür braucht es eine Messung mit festen Kundenfragen, deren Ablauf die Anleitung zum Messen in 4 Systemen beschreibt. Bei Werkzeugen, die Ranking-Erfolg versprechen, gilt Googles Hinweis: Kein Drittanbieter hat Zugang zu den internen Ranking- oder KI-Systemen von Google.

Für regionale Betriebe zählen Klartext, Unternehmensprofil und die Grundlagen

Google ordnet die Arbeit für KI-Funktionen dem SEO zu: „optimizing for generative AI search is optimizing for the search experience, and thus still SEO“. Für einen Betrieb in Ostösterreich bleiben 3 Dinge.

Klartext zu jeder Leistung. Google empfiehlt Inhalte mit eigenem Blickwinkel statt austauschbarer Allgemeinplätze und wichtige Inhalte in Textform. Für einen Betrieb heißt das: je Leistung eine Seite, die sagt, was Sie anbieten, wo Sie tätig sind und wie der Ablauf aussieht.

Ein aktuelles Unternehmensprofil. Laut Google können Google Business Profiles helfen, dass Ihre Leistungen in KI-Antworten und in der übrigen Suche sichtbar werden. Wie Sie das Profil pflegen, zeigt die Anleitung zum Unternehmensprofil.

Die technische Basis. Die Seite ist crawlbar, indexiert und mit Snippet anzeigbar, und die Einstellung in der Search Console steht auf „berücksichtigen“.

Sparen können Sie sich, was unter dem Etikett „KI-Optimierung“ verkauft wird. Laut Google braucht die Google-Suche keine llms.txt, kein spezielles Schema-Markup und keine in kleine Stücke zerlegten Inhalte. Eine eigene Seite für jede Suchvariante verstößt laut Google gegen die Spam-Richtlinie zu „scaled content abuse“, wenn sie vor allem Rankings oder KI-Antworten manipulieren soll. Das ist die Sicht von Google auf die eigene Suche. Für ChatGPT gilt sie nicht automatisch. Was über das klassische SEO hinaus sinnvoll ist, klärt der Vergleich von SEO und GEO.

Die Reihenfolge lautet: zuerst messen, wo Ihr Betrieb steht, dann die Grundlagen umsetzen, nach 4 bis 6 Wochen erneut messen. Sie lassen sich mit Googles frei zugänglichen Anleitungen selbst umsetzen. Lumen Media übernimmt die Texte je Leistung, die Pflege der Einträge und die Messung an 4 Systemen, wenn dafür die Zeit fehlt.

Häufige Fragen zur Google KI-Übersicht

Wie komme ich in die Google KI-Übersicht?
Eine Seite muss indexiert sein, mit Snippet angezeigt werden dürfen und in der Search Console für KI-Funktionen berücksichtigt werden, was der Standard ist. Darüber hinaus gibt es laut Google keine Sonderoptimierung. Hilfreiche Inhalte, Klartext zu Ihren Leistungen und ein aktuelles Unternehmensprofil sind die Grundlage. Ob Google Ihre Seite als Link zeigt, entscheidet Google je Suche, zugesichert wird das nicht.
Muss ich meine Website für AI Overviews optimieren?
Nicht mit einer eigenen Methode. Laut Google braucht es über die normalen Voraussetzungen und die Einstellung in der Search Console hinaus keine besonderen Optimierungen. AI Overviews zu optimieren heißt deshalb, die Seite für die normale Suche in Ordnung zu halten: crawlbar, indexiert und verständlich geschrieben. Eine llms.txt ignoriert die Google-Suche, und ein spezielles Schema-Markup ist laut Google ebenfalls nicht nötig.
Warum sehe ich bei Google keine KI-Übersicht?
Google zeigt sie nur, wenn sie die klassische Suche ergänzt, und deshalb oft nicht. Bei 10 lokalen Tischler-Suchen in Eisenstadt zeigte in unserer Stichprobe nur 1 eine KI-Übersicht. Die KI-Übersicht lässt sich laut Google-Hilfe nicht abschalten. Mit dem Filter „Web“ nach einer Suche zeigt Google aber nur Textlinks ohne KI-Funktionen.
Kann ich meine Website von der KI-Übersicht ausschließen?
Ja, in der Search Console unter Einstellungen mit der Option „Links und Inhalte meiner Website von generativen KI-Funktionen der Google Suche ausschließen“. Die Einstellung gilt für KI-Übersicht, KI-Modus und Discover zusammen. Ihre Inhalte erscheinen dann weder als Link noch als Grundlage der Antworten, und es gibt keine Impressionen aus diesen Funktionen. Die Änderung braucht laut Google in der Regel einige Tage. Für die meisten Betriebe ist der Ausschluss nicht sinnvoll.
Ist „Übersicht mit KI“ dasselbe wie AI Overviews?
Ja. „Übersicht mit KI“ ist der Name der Funktion in der deutschen Google-Suche, AI Overviews der englische. Die deutsche Google-Hilfe beschreibt sie unter derselben Artikelnummer wie die englische. Der KI-Modus ist keine andere Bezeichnung dafür, sondern ein eigener Modus der Suche mit ausführlicheren Antworten und Nachfragen.
Lumen Media aus Eisenstadt begleitet Unternehmen in Ostösterreich (Burgenland, Wien, Niederösterreich) und im DACH-Raum dabei, in ChatGPT und Google gefunden zu werden. Christoph Harrison stellt zuerst 12 Kundenfragen an 4 KI-Systeme und bespricht die Auswertung mit Ihnen, per Video oder vor Ort. Fordern Sie Ihren KI-Sichtbarkeits-Check an.

Quellen

  1. Google Search Central, „AI features and your website“
  2. Google Search Central, „Optimizing your website for generative AI features on Google Search“
  3. Search Console-Hilfe, „Freigabe von Inhalten für generative KI in der Google Suche managen“
  4. Search Console-Hilfe, „Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen (Google Suche)“
  5. Google Suche-Hilfe, „Übersicht mit KI: Informationen in der Google Suche schneller und einfacher finden“
  6. Google Suche-Hilfe, „Mit dem KI-Modus in der Google Suche KI-basierte Antworten erhalten“
  7. Eigene Messung Lumen Media, 30.09.2026
  8. Eigene Abfrage Lumen Media, 30.09.2026

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